Mit Schweizer Wein durchs ganze Jahr

Welcher Wein passt zur Rösti? Welche Flasche sollte man zum Fondue öffnen, und was harmoniert mit einem Cervelat vom Grill? Eine Reise durchs Jahr stellt die besten Begleiter zu bekannten Schweizer Gerichten vor.

©Swiss Wine Promotion
Tuesday 30 Apr 2024 Artikel, Gastronomie

Bündner Gerstensuppe im Januar

Was gibt es Schöneres als einen Teller heisse Suppe nach einem Spaziergang bei tiefen Temperaturen? Ein besonders schmackhafter Seelenwärmer ist die Bündner Gerstensuppe. Grundsätzlich gilt: Was dieselbe Heimat hat, passt zusammen. So harmoniert etwa ein Blauburgunder aus der Bündner Herrschaft mit der nahrhaften Suppe.

Hier finden Sie ein Rezept für Bündner Gerstensuppe.

Polenta im Februar

Ein weiteres Gericht für kalte Tage ist eine Tessiner Polenta mit Rindsragout – oder in einer vegetarischen Variante mit Gemüseragout. Das Gericht erfordert einen Wein, der sich behaupten kann, am besten einen kräftigen, strukturierten Rotwein. Es bietet sich also ein Tessiner Merlot an, oder auch ein Pinot Noir aus dem Wallis.

Wer Polenta mit geschmortem Rindfleisch kochen möchte, findet hier das passende Rezept.

Fondue oder Raclette im März

Bevor sich der Winter definitiv verabschiedet, ist es noch einmal Zeit für geschmolzenen Käse. Bei Raclette oder Fondue kann man mit einem Chasselas respektive Fendant aus dem Wallis nichts falsch machen. Auch ein fruchtiger, leichter Rotwein passt. Aber Achtung: Geschmolzener Käse und viel Gerbstoffe harmonieren nicht miteinander, der Wein zu Fondue und Raclette sollte also nicht im Barrique ausgebaut worden sein.

Tipps und Tricks rund um die perfekte Fondue-Zubereitung finden Sie hier.

Zürcher Geschnetzeltes im April

Zürcher Geschnetzeltes gilt als Schweizer Nationalgericht. Das Ragout aus Kalbfleisch und Champignons an einer Weissweinsauce wird traditionellerweise mit Rösti serviert. Der Klassiker passt gut zu einem vollmundigen Weisswein wie Chardonnay oder einem leichten, fruchtigen Pinot Noir. Diese Weine ergänzen die Cremigkeit und bringen Frische.

Ein Rezept für Zürcher Geschnetzeltes finden Sie hier.

Spargeln im Mai

Spätestens im Mai können die ersten Schweizer Spargeln geerntet werden. Die leicht bitteren Noten machen ihn jedoch zu einem schwierigen Partner in Sachen Wein. Einer der wichtigsten Tipps ist der Verzicht auf Rotwein – ganz besonders auf gerbstoffreiche oder in Eichenholz gereifte Tropfen. Ein passender Begleiter zu Spargeln mit Sauce hollandaise ist dagegen ein kräftiger Chardonnay.

Spargel-Rezepte gibt es viele. Hier finden Sie Inspiration für neue Kreationen.

Erdbeertörtchen im Juni

Auch zu süssen Speisen gibt es passende Weine. Eine himmlische Kombination zu frischen Erdbeeren sind Schaumweine. Gerne ein eher trockenes Exemplar wählen, denn dieses gleicht die Süsse der Erdbeeren aus. Ebenfalls passend zu Erdbeertörtchen als Dessert sind frische Roséweine, denn in vielen von ihnen findet man Erdbeeraromen wieder.

Wer die Erdbeertörtchen von A bis Z selbst herstellen möchte, findet hier das passende Rezept dazu.

Frischer Fisch im Juli

An heissen Sommertagen zieht es einen ans Wasser. In Restaurants an Schweizer Seen stehen oft lokale Fische auf der Karte. Zu in Butter gebratenen Egli, Felchen und Zander passen frische, spritzige Weissweine ohne Barriqueausbau und ohne Restsüsse – etwa Grauburgunder oder Silvaner. Tanninreiche Rotweine und das zarte Eiweiss von Fischen vertragen sich dagegen nicht besonders.

Hier finden Sie ein Rezept für Eglifilets à la meunière.

Cervelat vom Grill im August

Am Schweizer Nationalfeiertag landet oft ein Cervelat auf dem Grill. Zur traditionellen Wurst passt natürlich ein kühles Bier – doch sie lässt sich auch mit Wein kombinieren. Die Röstaromen eines gegrillten Cervelats harmonieren besonders gut mit einem fruchtbetonten Rotwein, der nur wenig Tannine hat. Ein Pinot Noir aus dem Wallis oder ein geschmeidiger Genfer Gamay sind perfekte Begleiter für den 1. August.

Wer die Wurst vom Grill etwas veredeln möchte, versucht vielleicht einmal dieses Rezept für einen selbstgemachten Cervelat-Spiess.

Walliser Cholera im September

Cholera ist eine typische Walliser Spezialität: ein herzhafter Kuchen aus Lauch, Kartoffeln, Walliser Bergkäse und Äpfeln. Wer bei der Auswahl des Weins im gleichen Kanton bleiben möchte, entscheidet sich beispielsweise für einen fruchtigen Fendant oder einen Heida. Wer einen Rotwein im Glas bevorzugt, setzt auf einen leichten Gamay.

Ein Rezept für originale Walliser Cholera finden Sie hier.

Bratwurst mit Rösti im Oktober

Wenn die Temperaturen langsam sinken, ist es an der Zeit, ein typisches Schweizer Wohlfühlgericht aufzutischen: Bratwurst an Zwiebelsauce mit Rösti. Dazu empfiehlt sich ein körperreicher und fruchtiger Rotwein, der jedoch den Geschmack der Bratwurst nicht überdecken sollte. Wie wäre es mit einem Pinot Noir aus der Ostschweiz?

Leckere Rösti-Rezepte finden Sie hier.

Älplermagronen im November

Wer den passenden Wein zu einer Speise sucht, kann sich daran orientieren, dass das «Gewicht» übereinstimmt. Heisst: Schweres Essen verlangt schweren Wein. Zum üppigen Nudelgericht mit Zwiebeln und einer stattlichen Menge an Käse sollte der Wein deshalb nicht zu leicht sein. Zu Älplermagronen passt beispielsweise ein buttriger Chardonnay oder ein kräftiger Rotwein.

Hier finden Sie heraus, wie Starkoch Andreas Caminada seine Älplermagronen zubereitet.

Fondue Chinoise im Dezember

Ein vollmundiger und würziger Rotwein unterstreicht den Geschmack und passt ausgezeichnet zu Fondue Chinoise. Fruchtige Rotweine bringen zudem eine schöne Ausgewogenheit. Empfohlene Weinsorten sind Syrah, Gamaret, Cornalin, Humagne oder Merlot. Wer Weisswein bevorzugt, sollte sich eher für einen vollmundigen Wein entscheiden, der im Eichenfass gereift ist, wie zum Beispiel ein Chardonnay oder ein Heida.

Ein Rezept für ein ganz besonderes Fondue Chinoise finden Sie hier.

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