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  Rebsorten

Rebsorten

In der Schweiz wird eine beachtliche Menge von Rebsorten angebaut. Am verbreitetsten ist der Chasselas (im Wallis Fendant genannt). Die Schweiz ist das einzige Land, das die besonderen Qualitäten dieser Rebsorte voll ausschöpft und allein aus dieser einen Traubensorte eine überraschende Vielfalt köstlicher Weissweine bereitet. Eine relativ grosse Bedeutung haben auch der Müller-Thurgau (in der Schweiz RieslingXSylvaner genannt und hauptsächlich in der Ostschweiz angebaut) sowie der Sylvaner, im Wallis als Johannisberg bekannt. Die rote Hauptrebsorte ist der berühmte Pinot Noir, der in allen Anbaugebieten vertreten ist, und der später reifende Gamay, der im Genfer Weingebiet und im Waadtland den ersten Platz einnimmt. Der Merlot, eine berühmte Rebsorte aus dem Bordeaux-Gebiet, hat vor knapp 100 Jahren im Tessin eine zweite Heimat gefunden.

Ausser all diesen und anderen wohlbekannten Sorten besitzt die Schweiz noch einen wirklichen Schatz, nämlich nicht weniger als vierzig uralte einheimische Raritäten, die sonst kaum in der Welt anzutreffen sind.

Die heutigen Rebberge erleben eine ständige Weiterentwicklung. In manchen Weinbergen nehmen ausgewählte, international verbreitete Sorten zu, aber auch Schweizer Neuzüchtungen, wie zum Beispiel der Gamaret, gewinnen gegenüber manchen traditionell vorherrschenden Sorten an Boden. Gleichzeitig arbeiten andere Schweizer Winzer daran, das Potential der überlieferten einzigartigen Rebsorten voll auszuschöpfen.
Dieser behutsame Wandel hilft den Produzenten, sich neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen und dabei weiterhin Weine zu liefern, die den altbekannten Ruf der Schweizer Qualität noch steigern.

 

 
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